Krankenseelsorge
Liebe Mitmenschen!
Haus- und Krankenkommunion
Manche ältere und kranke Menschen leiden darunter, nicht mehr zu den Gottesdiensten kommen zu können. Manche würden gerne wieder einmal die Kommunion als geistige Wegzehrung erhalten.
Im Alter und in der Krankheit spüren wir die Begrenztheit unserer leiblichen Kräfte und Fähigkeiten. Wir haben viel Zeit zum Nachdenken über Zukunftsaussichten, über das Leben und dessen Ziel und Sinn:
Wo finde ich Halt und Hoffnung?
Ist Gott für mich eine Wirklichkeit?
Spüre ich auch in der Krankheit seine
Nähe und Hilfe?
Glaube ich daran, dass Jesus im Brot
des Lebens gegenwärtig ist?
Es ist unseren Pfarrgemeinden ein wichtiges Anliegen, dass die Gemeinde, die sich zur Feier der Eucharistie versammelt, diejenigen nicht vergisst, die wegen ihres Alters oder wegen einer Krankheit nicht daran teilnehmen können. Die Krankenkommunion ist ein Zeichen der Verbundenheit der Gemeinde mit ihren Kranken.
Von Jesus lesen wir in der Hl. Schrift, dass er die Kranken segnete und heilte. Er sucht die Gemeinschaft mit den Kranken und Schwachen. Er will ihnen nahe sein, sie trösten und stärken. Diesem Beispiel folgen seine Jünger. So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen der Kirche den Liebesdienst an den Kranken und Schwachen.
Unsere Pfarrgemeinden setzen ein besonderes Zeichen der Zusammengehörigkeit, wenn der Priester, der Diakon oder ein vom Bischof beauftragter Kommunionhelfer die Krankenkommunion bringt. Ein Kranker, der zu Hause, im Krankenhaus, Pflegeheim oder im Spital die heilige Kommunion empfängt, soll spüren, dass er zur Gemeinschaft der Glaubenden gehört und an ihrer festlichen Feier in der heiligen Eucharistie Anteil hat.
Das Sakrament der Krankensalbung
Kein menschliches Leben wird von Krankheit, Leid und Belastungen verschont. Sie sind Zeichen unserer Geschöpflichkeit, Erfahrungsräume unserer Endlichkeit, Vorboten des abnehmenden Lebens, des Sterbens und des Todes.
Ein Kranker steht in seiner Leidenssituation dem leidenden Herrn in besonderer Weise nahe. In dieser herausfordernden Situation in der Nachfolge des Herrn soll der kranke Mensch nicht allein gelassen sein. Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken Heil bringen. Keine Schuld soll ihn von Gott trennen. Ja, der Herr, der um das Leiden weiß, weil er selber furchtbar gelitten hat, will ihm ganz nahe sein und ihn aufrichten.
Der Empfang des Sakramentes der Krankensalbung soll den Kranken in besonderer Weise mit Christus (d. h. wörtlich dem Gesalbten Gottes) verbinden. Darum soll der Kranke in jeder ernsten Krankheit das Sakrament der Krankensalbung empfangen, um so die stärkende Nähe des Herrn zu erfahren.
Lange Zeit war dieses Sakrament als letzte Ölung nahe an die Todesgrenze gerückt und damit als Kräftigung für den Übergang in eine andere Existenz gedeutet. Heute wird die Krankensalbung in Zeiten schwerer Erkrankungen gefeiert. Heilung, Stärkung und Bewältigung der schwierigen Situation sind die frohe Botschaft dieses Sakramentes, in dem Gott als Freund der Kranken und Jesu heilendes Wirken vergegenwärtigt werden.
Dieses Sakrament ist ein Sakrament der Lebenden, es will den Kranken keineswegs vorzeitig dem Tod überantworten. In der Gemeinschaft mit Christus wird der Kranke aber auch das Sterben bestehen, denn der Mensch ist zum Leben bestimmt und nicht zum Tod.
"Gott ist nicht ein Freund der Krankheit, so dass er das Leid als eine Art Erziehungsmittel einsetzt, sondern ein Freund der Kranken. Er steht auf der Seite des Lebens. Jesus gibt den kranken Menschen, denen er begegnet, keine Sinndeutung ihres Leids, sondern er heilt sie, damit die Werke Gottes an ihnen offenbar werden" (vgl. Joh 9, 3).
Krankensalbung und Wegzehrung bei einem Kranken in unmittelbarer Todesgefahr
Für jeden Menschen kommt die Stunde des Todes. Sie ist das sicherste Ereignis, mit dem wir rechnen müssen. Das ist bedrängend und macht Angst.
Die Botschaft der Heiligen Schrift aber sagt uns, dass Jesus durch seine Auferstehung von den Toten den Tod ein für allemal besiegt hat, nicht nur für sich selber, sondern für alle Menschen. Der Tod wird so für jeden Menschen zum letzten, unwider-ruflichen Schritt auf Gott hin.
Im 1. Brief an die Korinther ist uns ein herrliches Glaubenszeugnis dazu überliefert:
"Denn dieses Vergängliche muss sich mit Unvergänglichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit. Wenn sich aber dieses Vergängliche mit Unver-gänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn." (1 Kor 15, 53-55. 57).
Das Sakramente der Versöhnung
Damit der Mensch diesen entscheidenden Schritt in Zuversicht und Hoffnung tun kann, soll er vor bereitet sein.
Wird der Priester gerufen, dann soll der Kranke nach Möglichkeit noch bei Bewußt-sein sein, um diese Feier mitvollziehen zu können.
Wenn erforderlich, nimmt der Priester zuerst die sakramentale Beichte des Kranken entgegen, notfalls aber auch in einer allgemein gehaltener Form.
Wünschen Sie unseren
Besuch, so wenden Sie
sich bitte an unser Sekretariat.
Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.
Herbert Faller, Pfr.
| Kath. Seelsorgeeinheit Renchen
Pfarrbüro, Hauptsraße 34, Hl.Kreuz-Renchen@t-online.de Pfarrbüro, Mauritiusstraße 13, Tel: 07843/686 |
