Caritasgruppe
Unsere Gruppe wurde 1982 als "Caritas-Konferenz Renchen" gegründet; sie kann 2007 das Jubiläum ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens feiern.
Der Name "Caritas-Konferenz" geht zurück auf den Hl. Vinzenz von Paul, der im Jahr 1617 in vielen französischen Pfarrgemeinden "confreries de lacharite", gründete. Sinn dieser Gruppen war es, sich um Arme, Kranke, Flüchtlinge und all jene Menschen zu kümmern, die in Not geraten waren.
In der Erzdiözese Freiburg gibt es 127 Gruppen, die im CKD-Diözesanverband zusammengeschlossen sind. Auf Bundesebene sind die Caritas-Konferenzen Mitglied des Bundesverbandes der Caritas-Konferenzen Deutschland.
Unserer Gruppe gehören 15 Frauen an. Wir verstehen unsere Mitarbeit als ehrenamtliches Engagement für Mitmenschen unserer Gemeinde, die unsere Hilfe benötigen. Wir treffen uns regelmäßig, beraten und planenerforderliche Hilfen, tauschen unsere Erfahrungen aus und unterstützenuns gegenseitig.
Unsere Tätigkeiten sind:
- Regelmäßige Besuche in den Krankenhäusern Oberkirch, Achern und Offenburg
- Besuche in den Pflege- und Altersheimen in Renchen, Achern, Oppenau, Bad Peterstal, Offenburg, Kork und Fußbach.
- Mithilfe im Gottesdienst mit Krankensalbung
- Im Mai Krankenwallfahrt nach Ottersweier
- Caritassammlung im September
- Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen, an Treffen im Dekanatsverband Achern,an Besinnungstagen, an der Mitgliederversammlung in Freiburg, an Wallfahrten usw.
| Leiterin unserer Gruppe: | Frau Hildegunde Bär, Uhlandstr. 2 | |
Männer und Frauen, die sich für unsere Arbeit interessieren, sind jederzeit willkommen.
25jähriges Jubiläum
Am Sonntag, den 04.03.2007, feierte die Caritasgruppe Renchen das Jubiläum ihres 25-jährigen Bestehens. In der Tageszeitung erschien dazu folgender Artikel von Herrn Peter Meier:
Die Diözesanvorsitzende Marianne Brunner links bei der Ehrung von Edith Fischer, Hildegunde Bär und Rita Speth (v.l.).
Hilfe gegen die dunkle Wolke der Verzweifling Caritasgruppe Renchen feierte 25-jähriges Jubiläum Renchen.
Mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche "Heilig Kreuz" und einen Stehempfang im Josefsaal wurde am Sonntag das 25-jährige Bestehen der Caritasgruppe Renchen würdig gefeiert. Pfarrer Albert Lehmann, Vertreter des Caritasverbandes und Bürgermeister Bernd Siefermann würdigten die Leistungen der Gruppe, die sich seit einem Vierteljahrhundert um kranke, Not leidende und verzweifelte Menschen kümmert.
"Was ihr dem geringsten Menschen tut, das habt ihr mir getan", mit diesem Choral wurde der Gottesdienst eröffnet, den Pfarrer Albert Lehmann, Geistlicher Rat Lothar Butscher und Diakon Klaus Peter Roth gemeinsam zelebrierten. "Wir wollen heute nicht nur das Jubiläum der Caritasgruppe feiern, sondern auch allen Menschen danken, die in diesem Dienst der Nächstenliebe mitgewirkt haben und ihnen wünschen, dass sie weiterhin die Kraft finden, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen", betonte Pfarrer Albert Lehmann.
In seiner Predigt machte er deutlich, dass wir als Christ ständig unterwegs sind zu dem Ziel, das uns der Glaube vorgibt. Oft wollen wir diesen Weg nicht weiter gehen, weil es uns gut geht, alles gut läuft. Dazu kommen auf der anderen Seite auch Hindernisse, Schwierigkeiten, die wir überwinden müssen, weil sie sonst unseren Lebensplan durchkreuzen. Beide Grunderfahrungen seien teil unseres Lebens. Dazu komme, so Pfarrer Lehmann, dass das wahre Mensch-Sein die Mitmenschen braucht, dass wir nicht neben-, sondern miteinander leben sollen. Hier knüpfte er den Bezug zum Evangelium des Tages von der Verklärung Jesu: Jesu ging auf den Berg um zu beten und kehrte dann verklärt und gestärkt zurück in den Alltag, zu seinen Jüngern und zum Weg nach Jerusalem. Genau so gehe es auch den Christen, denen Gott mit der Feier der Eucharistie die Kraft gibt, ihre tägliche Arbeit und das Engagement für die Mitmenschen fortzusetzen. Der Gottesdienst sei der würdige Rahmen, diesen Menschen im Namen der Pfarrei und des Pfarrgemeinderats für ihr segensreiches Wirken zu danken.
Diesen Dankesworten schloss sich die Diözesanvorsitzende Marianne Brunner im Namen des Caritasverbandes an. "Wenn Sie zu kranken, alten, verzweifelten, Not leidenden Menschen gehen und mit ihnen sprechen, tragen Sie dazu bei, die dunkle Wolke der Verzweiflung beiseite zu drängen und den Blick wieder frei zu machen", wandte sie sich an die Mitglieder der Caritasgruppe Renchen. Dann stellte sie 3 Frauen besonders heraus, die seit über 10 Jahren in der Gruppe aktiv sind. Pfarrer Albert Lehmann segnete die Ehrenzeichen in Silber, die dann an Edith Fischer, Rita Speth und Hildegunde Bär überreicht wurden. Pfarrer Albert Lehmann überreichte allen Frauen der Caritasgruppe Renchen eine Rose, verbunden mit dem Wunsch, sich weiter für die Mitmenschen einzusetzen. Die Rose erhielten Gertrud Urban, Hildegunde Bär, Imelda Benz, Gabi Braun, Siglinde Brose, Edith Fischer, Helene Hurst, Erika Glaser, Angela Köhinger, Elfriede Krieg, Hyun Suke Kühn, Sybilla Meier, Gerlinde Retsch, Rita Speth, Jutta Siefermann, Doris Schlecht sowie Frau Decker, die jetzt neu zu der Gruppe hinzustieß.
In der 1. Reihe von links die Vorsitzende der Caritasgruppe Renchen, Gertrud Urban sowie die Geehrten Edith Fischer, Hildegunde Bär und Rita Speth.
Den anschließenden Stehempfang hatten Frauengruppe und Pfarrgemeinderat gemeinsam vorbereitet. Die Glückwünsche der Stadt und des Gemeinderats zum 25-jährigen Jubiläum überbrachte Bürgermeister Bernd Siefermann. "Not sehen und Not helfen" nannte er als Motto der Caritas und zeigte an Beispielen, wie sich die Mitglieder der Gruppe Renchen auf der Grundlage der christlichen Nächstenliebe für ihre Mitmenschen einsetzen. "Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie", betonte er und dankte den Mitgliedern der Caritasgruppe Renchen. Geistlicher Rat Lothar Butscher sah in der Arbeit der Caritas die Gegenwart Gottes und seiner Liebe, die in der Nächstenliebe tagtäglich praktiziert wird. Als Leiterinnen der Caritasgruppe auf Dekanatsebene gratulierten Gisela Gallinat und Hildegard Grosch der sehr engagierten Caritasgruppe Renchen zum Jubiläum. Sie erinnerten daran, dass es viel Kraft und Energie kostet, sich zu einem Menschen auf den Weg zu machen, der Trost und Hilfe braucht. Wichtig sei es da, eine Gruppe zu haben, in der man sich austauschen kann und gestützt wird. Als Geschäftsführer des Caritasverbandes Acher-Renchtal erinnerte Siegfried Schmieder daran, dass der Erzbischof das vergangene Jahr als "Jahr der Berufung" proklamierte. "Die Mitglieder der Caritasgruppe Renchen nehmen diese Berufung wahr und setzten die ihnen zugedachten Gaben für die Mitmenschen ein", betonte er. Damit tragen sie dazu bei, Glauben in Tat umzusetzen und damit lebendig werden zu lassen.
Zentrales Hilfsmittel sei das Gespräch, und er zeigte auf, dass dabei neben dem Sprechen vor allem das Zuhören wichtig ist und letztlich von Herzen kommt. Zur Erinnerung an das Jubiläum überreichte er Gertrud Urban ein Buchgeschenk. Diese bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen hatten, das Jubiläum so würdig zu gestalten.
