Feuerwehrübung im Kath. Kindergarten St. Michael Ulm

15.04.2025 |

Große Frühjahrsübung der Freiwilligen Feuerwehren am Kath. Kindergarten St. Michael in Ulm
Schon ab 17:30 Uhr herrschte reges Treiben auf dem Spielplatz des Katholischen Kindergartens St. Michael in Ulm. Zahlreiche Familien hatten sich eingefunden – eine eher ungewöhnliche Uhrzeit für einen Besuch im Kindergarten. Doch dafür gab es einen guten Grund: Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Renchen hatten sich zu einer groß angelegten Frühjahrsübung angekündigt.

Große Frühjahrsübung der Freiwilligen Feuerwehren am Kath. Kindergarten St. Michael in Ulm
Schon ab 17:30 Uhr herrschte reges Treiben auf dem Spielplatz des Katholischen Kindergartens St. Michael in Ulm. Zahlreiche Familien hatten sich eingefunden – eine eher ungewöhnliche Uhrzeit für einen Besuch im Kindergarten. Doch dafür gab es einen guten Grund: Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Renchen hatten sich zu einer groß angelegten Frühjahrsübung angekündigt.
 
Bereits im Vorfeld waren im stark vernebelten Gebäude des Kindergartens mehrere „Verletzte" und „vermisste" Personen versteckt worden. Punkt 18 Uhr ertönten die ersten Martinshörner in der Ferne, und die Feuerwehrabteilung aus Ulm traf umgehend am Einsatzort ein.
Eine Abordnung der Schulanfänger verließ vorbildlich in Zweierreihen das Gebäude und erstattete den eintreffenden Einsatzkräften Bericht: Insgesamt elf vermisste Personen, darunter mindestens zwei Schwerverletzte – ein klarer Einsatzbefehl für die Atemschutztruppe. Sofort begann die gründliche Durchsuchung des Gebäudes.
 
Kurz darauf konnten die ersten „Verletzten“ – allesamt aktive Mitglieder der Jugendfeuerwehr – sicher aus dem Gebäude gebracht werden. Doch schnell war klar: Weitere Unterstützung war notwendig. Die Feuerwehren aus Renchen und Erlach wurden nachalarmiert und trafen wenig später mit Blaulicht und Martinshorn am Kindergarten ein.
Auch das Deutsche Rote Kreuz beteiligte sich an der Übung und übernahm mit mehreren Fahrzeugen die Erstversorgung der geretteten Personen.
 
Doch damit nicht genug: Im ersten Stock fand zum Zeitpunkt des (fiktiven) Brandausbruchs eine Sitzung des Elternbeirats statt – ein Detail, das zunächst übersehen worden war. Erst nachträglich erfuhr die Einsatzleitung von den drei vermissten Teilnehmern. Der Treppenaufgang war zu diesem Zeitpunkt bereits unpassierbar, und so blieb den Feuerwehrkräften nichts anderes übrig, als unter dem Staunen der zahlreichen Kinder und Familien über eine Steckleiter aufs Dach zu gelangen.
Auch diese Herausforderung meisterten die Einsatzkräfte souverän: Alle drei Personen konnten schnell lokalisiert und fachmännisch über die Leiter in Sicherheit gebracht werden.
 
Zum Abschluss hieß es dann „Wasser marsch!“ – und nun durften die Kinder selbst Hand anlegen. Mit Hilfe der Feuerwehrleuten spritzten sie den Kindergarten von außen ordentlich nass – ein großer Spaß für alle Beteiligten.
 
Bevor die Übung endete, wurde das Gebäude mit großen Lüftern vom künstlichen Rauch befreit. Ein spannender und lehrreicher Abend für Kinder, Eltern und alle Beteiligten!