Hl. Kreuz Renchen

Erbaut 1816 -1817 nach Plänen von Friedrich Weinbrenner (1766 - 1826), der ab 1800 als Baudirektor des Großherzogtums Baden einen klassizistischen Stil, den nach ihm benannten Weinbrennerstil, entwickelte und das Stadtbild von Karlsruhe prägte. (Von Weinbrenner stammen u.a. Kirchen und öffentliche Gebäude in Karlsruhe, das Kurhaus in Baden-Baden, die Kirchen in Renchen und Heitersheim.)

Geweiht wurde die Kirche Hl. Kreuz am 19. Oktober 1817.

Heilig Kreuz, Renchen

Das Patronatsfest wird am Fest Kreuzerhöhung, 14. September, gefeiert.

Dieses Fest ist ganz eng verbunden mit der Hl. Helena, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin dem Großen.

312 Christin gewor­den, förderte sie in jeder Weise das sich ausbreitende und durch Konstantin im Edikt von Mailand 313 bestätigte Chris­tentum. Zahlreiche Kirchen­bauten werden ihr zugeschrieben, so die Kreuzeskirche in Jerusalem.

Als Helena schon über 70 Jahre alt war, soll sie im Traum den göttlichen Befehl erhalten haben, nach Palästina zu reisen, die Heiligen Stätten zu finden und würdig auszugestalten. Wohl 326 unternahm sie ihre Wallfahrt nach Jerusalem.
In Jerusalem wurde der Levit Judas befragt der hatte aber dem Hohen Rat versprochen, sein Wissen nicht kundzutun. Helena ließ ihn in einen trockenen Brunnen werfen; nach sieben Tagen flehte Judas um Gnade, wurde herausgezogen und zeigte die nur ihm bekannte Stelle auf Golgatha, über der Kaiser Hadrian einen Venus-Tempel hatte erbauen lassen. Nachdem dieser abgetragen wurde, förderte Judas drei tief eingegrabene Kreuze zutage, die mehr als 300 Jahre alt gewesen sein könnten.
Nacheinander wurden sie auf einen Leichnam gelegt, der gerade aus der Stadt herausgetragen wurde, und Helena erkannte das Kreuz, das den Toten zum Leben erweckte, als das richtige Kreuz.

Cima da Conegliano: Helena mit dem Kreuz, 1495
Cima da Conegliano: Helena mit dem Kreuz, 1495
Cima da Conegliano: Helena mit dem Kreuz, 1495
Die Überlieferung von der Auffindung des Heiligen Kreuzes in Jerusalem, veranlasste Konstantin, die Grabes- und andere Kirchen in Jerusalem sowie die Kirche Santa Croce in Gerusalemme in Rom bauen zu lassen; dort werden bis heute für echt gehaltene Gegenstände verehrt: drei Bruchstücke des Kreuzes Christi, zwei Dornen der Dornenkrone, ein Kreuznagel, ein Stück der Inschrift INRI.

Der Legende nach war Helena auch beteiligt an der Überführung des Heiligen Rocks von Jesus und der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier. Die Kirche St. Gereon in Köln habe Helena über den Gräbern von Gereon und der Märtyrer der Thebäischen Legion des Mauritius errichten lassen.

Helena wurde bald zum Gegenstand von Legenden: Ambrosius berichtete 395 erstmals von der Auffindung des wahren Kreuzes durch Helena.


Quelle: www.heiligenlexikon.de



 … aus nördlicher Richtung

 

… vom Stadtgarten aus


Chorraum


Gottvater von Philipp Winterhalder
(bedeutender Barockbildhauer, 1667 - 1727)
über dem Innenportal


Madonna von Philipp Winterhalder

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